Aktuelles aus Unternehmen, der Tarifpolitik, den Branchen, der deutschen und internationalen Medienkonzentration

ver.di-Informationen zu schlott unter schlott.verdi.de

Infos über die Tarifrunden Papierverarbeitung, Druck, Verlage mehr...

NEU: Seminar für Betriebsratsmitglieder aus der Tapetenindustrie und bei Herstellern flexibler Verpackungen, von Hygieneartikeln und Haushaltsprodukten hier klicken


Bundeskartellamt genehmigt Kauf der Nürnberger "Abendzeitung" (15.03.2010)

Nach einem Bericht des Branchenmagazins "new business" hat das Bundeskartellamt den Verkauf der Nürnberger "Abendzeitung" an den Medienunternehmer Gunther Oschmann genehmigt. Demnach darf Oschmann die "Abendzeitung" und deren Anzeigenblatt "Frankenreport" übernehmen. Bislang gehörte das Nürnberger Boulevardblatt  zum Münchner Verlag "Die Abendzeitung". Der Verlag gehört der Verleger-Familie Friedmann, die außerdem 18,75 Prozent der Anteile am Süddeutschen Verlag hält.

Link zu new business


DuMont Schauberg: Tarifforderungen der Gewerkschaften an MDS (10.03.2010)

Die Gewerkschaften JVBB/DJV Berlin und ver.di haben dem für Strategiefragen zuständigen MDS-Vorstand Konstantin Neven DuMont detaillierte Tarifforderungen übermittelt. Diese waren zuvor in einer Mitgliederversammlung der in den Berliner Betrieben vertretenen Gewerkschaften formuliert worden. Im Kern geht es nach dem Votum der Mitglieder darum, weiteres Ausbluten in den verschiedenen Verlagen und Betrieben zu verhindern, also um Rationalisierungsschutz und Beschäftigungssicherung. Dabei ist die Gründung der Redaktionsgemeinschaft nur der erste Anlass, denn die anstehenden Umsetzungen von sogenannten Synergie-Projekten lassen für die nächsten Monate weitere negative Auswirkungen für die Mitarbeiter erahnen. Mit den Tarifforderungen soll ein Sicherungsrahmen geschaffen werden, der für anstehende Veränderungsprozesse die Furcht vor Arbeitsplatzverlust und unfairen Bedingungen bei Arbeitsplatzveränderungen nimmt.

  • Kein weiteres Ausbluten der Publikationen am Berliner Standort, deshalb Rationalisierungsschutz
  •  Tarifschutz für die Redaktionsgemeinschaft

Ausführliche Informationen auf der Internetseite von ver.di zu MDS

Details zur Tarifforderung der Gewerkschaften im Tarifinfo
Tarifinfo_1_100309.pdf (PDF, 238 kB)

Wirtschaftspolitische Informationen zur Druckindustrie (09.03.2010)

Der Beschäftigungsabbau hat sich im vierten Quartal 2009 beschleunigt. Der Umsatzrückgang wurde weiter abgebremst, während es bei der Exportquote eine Berg- und Talfahrt gab.

Ausführliche Informationen auf unserer Unterseite


Süddeutscher Verlag: Solidarmodell statt Kündigung gefordert (09.03.2010)

Bei einer dreistündigen Betriebsversammlung hatte der Betriebsrat die Sozialdaten derer aufgeschrieben, die jetzt gekündigt werden sollen: Überwiegend älter als 45 Jahre, Betriebszugehörigkeiten zwischen 15 und 30 Jahren. Das sorgt für Verbitterung. Beiläufig war zu erfahren, dass die Vertriebserlöse erstmals höher sind als die Anzeigenerlöse. Qualität wird von den Lesern also belohnt. Deutliche Worte waren in Richtung Altverleger zu hören. Die haben nicht nur den Verlag und das Grundstück in bester Citylage verscherbelt, sondern zum Schluss auch noch den neuen Firmensitz im Münchner Osten. Das belastet den Verlag jetzt mit immensen Mietzahlungen. Die SWMH als neue Eigentümer wiederum wollen Geld sehen, um ihr Investment zügig refinanzieren zu können. Zum Schluss gab es aus der Betriebsversammlung eine klare Forderung an die Arbeitgeberseite: Statt Kündigungen zu exekutieren soll sie mit dem Betriebsrat über eine solidarische Arbeitszeitverkürzung verhandeln. Die Geschäftsführung erklärte sich dazu bereit.

Ausführlicher Bericht auf der Internetseite von ver.di-Bayern


Lübecker Nachrichten / Ostsee-Zeitung: Tarifverhandlungen auf gutem Weg (08.03.2010)

Bei der Ostsee-Zeitung und den Lübecker Nachrichten zeichnet sich eine Einigung zur Beschäftigungssicherung ab.

In einer gemeinsamen Beratung am 6. März in Wismar haben die ver.di-Tarifkommissionen von Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung den Stand der Verhandlungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung in beiden Verlagen diskutiert. Die einhellige Einschätzung ist, dass in wesentlichen Punkten ein Kompromiss in Reichweite scheint:

  • Eine Absenkung der Arbeitszeit in dem neu zu bildenden Bereich Anzeigenproduktion auf 30 Wochenstunden an beiden Standorten.
  • Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und Ausgliederung für alle Kollegen, die auf Teile ihres Einkommens verzichten.
  • Regelungen zur gleichmäßigen Auslastung der Kapazitäten in Rostockund Lübeck.
  • Gesprächsbedarf gibt es noch zur Laufzeit und den Kündigungsregelungen der Vereinbarungen. Um sie zu klären haben beide Tarifkommissioneneine gemeinsame Verhandlungsgruppe gebildet.

Die konkrete Ausgestaltung des Rahmens müssen nun die Betriebsräte in Lübeck und Rostock leisten. Erst wenn die einzelnen Betriebsvereinbarungen entsprechend der Interessen der Mitglieder unterschrieben sind, wird auch das Tarifwerk unterzeichnet.

Einstimmig forderten beide Kommissionen eine tarifliche Regelung für die Altersteilzeit. Diese sollte auf die Redakteure ausgeweitet werden, um auch Journalisten eine vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu guten Konditionen zu ermöglichen.


"Saale-Zeitung": Entlassungen und Schließung der Druckerei (08.03.2010)

Bei der „Saale-Zeitung“ sollen rund 60 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Dies wäre die Hälfte der Belegschaft. Die "Saale Zeitung" war erst zum Jahresbeginn von der Mediengruppe Oberfranken ("Fränkischer Tag", "Coburger Tageblatt", "Fränkische Rundschau") übernommen worden. Außerdem soll die Druckerei mit 15 Beschäftigten geschlossen werden. Offen scheint noch zu sein, wo künftig der Druck erfolgen soll.

Ausführlich auf der Internetseite von ver.di-Bayern


ver.di-Baden-Württemberg: Neuer Südwestreport steht online (04.03.2010)

Der neue Südwestreport, die Internetpublikation des ver.di-Landesfachbereichs Medien, Kunst und Industrie Baden-Württemberg steht online. Unter anderem wird ausführlich von einer Konferenz zur Tarifrunde Papierverarbeitung berichtet.

Link zum Südwestreport


Protest von Bauer-Beschäftigten vor dem Landesarbeitsgericht in Köln.

Foto: Jürgen Seidel

bauer druck köln: Sozialplanverhandlungen erstritten (03.03.2010)

Nach einem heutigen Urteil des Landesarbeitsgerichtes Köln muss wird für bauer druck köln eine Einigungsstelle für einen Sozialplan eingesetzt. Außerdem muss die Geschäftsleitung attestierte Wirtschaftsberichte vorlegen und eine von ver.di benannte Wirtschaftsprüferin zulassen.

Während der Verhandlung hatten rund 100 Beschäftigte vor dem Gerichtsgebäude protestiert. Gleichzeitig fand in der Druckerei ein Warnstreik statt. Hintergrund ist die angekündigte Schließung des Betriebes zum 30. Juni 2010. Dadurch würden 360 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. 

Die Bauer-Mediengruppe hatte in der Vergangenheit immer mehr Druckaufträge aus Köln abgezogen. Sie gingen an Fremdfirmen, aber auch an eine neue Bauer-Druckerei in Polen. Deren Bau wurde vom polnischen Staat mit 47 Millionen Euro Beihilfe gefördert.

Zum Hintergrund der angekündigten Schließung ein Artikel aus der DRUCK+PAPIER Ausgabe 05/2009 als PDF

Link zur ver.di-Internetseite zur Bauer-Mediengruppe


EU-Projekt für die Zukunft der europäischen Druckindustrie gestartet (02.03.2010)

Die Überkapazitäten auf dem europäischen Druckmarkt haben zu einer Spirale des Preis- und Lohndumpings mit katastrophale Auswirkungen auf die soziale Situation der Beschäftigten geführt. Für die europäischen Gewerkschaften können diese Probleme nur gelöst werden, wenn Tarifverträge eingehalten, aber auch Kapazitäten sozial verträglich abgebaut werden. Außerdem muss die ruinöse Praxis des Preisdumpings unterbleiben.

Die europäischen Druckarbeitgeber (Intergraf) und der gewerkschaftliche Dachverband UNI Graphical wollen gemeinsam nach Lösungen suchen. Intergraf beantragte Ende letzten Jahres ein europaweites Projekt zur Zukunftssicherung der Druckindustrie, das von der EU-Kommission unterstützt und finanziert wird. UNI Graphical Europe ist als Co-Partner jetzt daran beteiligt. Der europäischen Arbeitgeberseite ist klar geworden: ohne Einbeziehung der europäischen Dachgewerkschaft UNI Graphical und den nationalen Gewerkschaften, wie z.B. Fistel-CISL (Italien), UNITE (Großbritannien) und ver.di gibt es keine Projekte im Rahmen des von der EU geförderten sozialen Dialogs.

In dem Projekt sollen soziale Lösungsansätze für Restrukturierungsmaßnahmen sowohl für Großbetriebe als auch für mittelständische und kleinere Betriebe gefunden werden. Ein erster Workshop mit der Gruppe der größeren Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten findet am 18. und 19. März 2010 in Mailand statt. Die Konferenz für kleinere Betriebe wird am 22. und 23. April 2010 ebenfalls in Mailand durchgeführt.

Die Workshops werden von einem europäischen (britischen) Forschungsinstitut facta consult begleitet, das eine Studie zu der abschließenden Konferenz im November 2010 in Brüssel vorstellen wird. Dazu werden mit den Teilnehmern der Workshops Befragungen durchgeführt.

Auf der Gewerkschaftsseite werden neben UNI Graphical die nationalen Organisationen aus Italien (FISTEL-CISL) Vereinigtes Königreich (unite) und Deutschland (ver.di) teilnehmen. An dem Workshop für die größeren Betriebe werden Prinovis  und die schlott gruppe teilnehmen.


ver.di-Mitgliederversammlung bei broschek: Wir haben nichts zu verschenken (27.02.2010)

Auf einer ver.di-Mitgliederversammlung von broschek tiefdruck wurde über den Stand und den Verlauf der letzten Verhandlungen am 26.02. in Nürnberg informiert. Auch in den anderen Tiefdruckstandorte der schlott gruppe, in Freundenstadt, Nürnberg und Landau finden Mitgliederversammlungen statt, um das Verhandlungsmandat der Konzerntarifkommission zu bestimmen. Die Stimmung aus Hamburg und Lübeck war klar: Wir haben nichts zu verschenken. Was soll ein Tarifvertrag, der nach fünf Monaten seinen Wert verliert? Was kommt danach? Am Hamburger Standort wurde mit dem letzten Tarifabschluss im Juni 2009 der Abbau fast der Häfte der Belegschaft umgesetzt, die Lübecker Kollegeninnen und Kollegen mussten dafür auf Einkommen verzichten. Am Ende der Versammlung gab es ein klares Votum für das weitere Vorgehen in den Verhandlungen. Die Einmütigkeit, den Tarifvertrag zu verteidigen, war ebenfalls ein klarer Anspruch.

Link zum ver.di-Landesfachbereich Hamburg/Nord


Tarifgespräch mit der schlott gruppe AG (26.2.2010): Lösungsversuch ohne Kündigungen

ver.di hat auch bei dem 2. Tarifgespräch mit dem Vorstand am heutigen Freitag in Nürnberg klargestellt, dass wir nicht bereit sind den Kündigungsschutz in den Tarifverträgen aufzuheben.
Der Vorstand der schlott gruppe ist bereit, diese Prämisse zu prüfen und mit ver.di nach anderen Lösungen zu suchen. Dazu soll zunächst in den Tiefdruckstandorten Nürnberg und Freudenstadt die betrieblichen Möglichkeiten mit den örtlichen Betriebsräten besprochen werden. Der Vorstand erwägt im Falle des Scheiterns der Verhandlungen eine außerordentliche Kündigung der Tarifverträge mit dem Ziel, betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu können.

Ausführliche Infos auf unserer Unterseite zu schlott


Pressehaus Stuttgart: Kündigung in der Druckerei nicht rechtens (25.02.2010)

Nach einem Bericht des SWR ist das Pressehaus Stuttgart mit der fristlosen Kündigung eines Abteilungsleiters der Druckerei gescheitert. Die Vorsitzende Richterin soll dem Arbeitgeber geraten haben, sich gütlich zu einigen und die fristlose Kündigung zurückzunehmen.

Das Pressehaus Stuttgart, das zur SWMH-Mediengruppe gehört, hatte den Abteilungsleiter fristlos entlassen, nachdem ein Techniker sich selbst wegen Steuerhinterziehung und nicht gezahlter Sozialabgaben angezeigt hatte. Hintergrund sollen als Wochenenddienste abgerechnete Überstunden sein. Laut SWR gab der Abteilungsleiter vor Gericht an, dass dies seit Jahrzehnten mit Wissen der Geschäftsleiterin praktiziert wird.

Link zum SWR-Bericht


Der neue Verlagsnewsletter steht online (24.02.2010)

Der Verlagsnewsletter ist wie immer als Download im pdf-Format herunterzuladen. Kurzüberblick über die Themenauswahl:

  • "Knipsgebühr" in Potsdam gestoppt
  • Online-Petition gegen ELENA
  • Anzeigen gegen Bauer wegen Redaktionsschließung  
  • Schlaglichter auf die Wirklichkeit - dju-Video ist online  
  • Kündigungen bei Agenturen ddp und AP  
  • Streit zwischen Bauer und Grossisten noch nicht zu Ende  
  • Der Stuttgarter Medienkonzern SWMH hat Staatsanwaltschaft zu Gast
  • Ostsee-Zeitung und Lübecker Nachrichten mit nächstem Kooperationsschritt 
  • Druckerei des Darmstädter Echo: Streik für Sozialtarif erfolgreich
  • "Fair Pay!" - Vergütungsregeln für Tageszeitungs-Freie sind in Kraft  
  • Märkische-Oder-Zeitung: Tarifforderungen nach Redaktionsauslagerung  
  • Versetzung einer Tageszeitungszeitungsredakteurin vorm Bundesarbeitsgericht  
  • Vier DuMont-Zeitungen mit einem Politik- und Wirtschaftspool

Direkter Link zum Verlagsnewsletter


Wirtschaftspolitische Informationen zur Papier‐ und Pappe verarbeitenden Industrie (23.02.2010)

Die aktuellen wirtschaftspolitischen Informationen zur Papier- und Pappe verarbeitenden Industrie liegen vor. Demnach geht der Beschäftigungsabbau unvermindert weiter, während sich der Umsatz weiter erholt.

Ausfürliche Infos auf Sonderseite zur Tarifrunde in der Papierverarbeitung


Altersteilzeit-Gespräch mit dem bvdm
ver.di: Tarifvertrag ist nur mit Rechtsanspruch sinnvoll (23.02.2010)

ver.di will mit dem bvdm über einen neuen Altersteilzeit-Tarifvertrag verhandeln. Der bisherige Tarifvertrag ist im Dezember 2009 ausgelaufen. Seitdem gelten nur die schlechteren gesetzlichen Regelungen. In einem ersten Tarifgespräch mit den Arbeitgebern über einen neuen Altersteilzeit-Tarifvertrag deuteten sich schwierige Verhandlungen an, weil die Arbeitgeber insbesondere die ver.di- Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Altersteilzeit nicht erfüllen wollen.

Ausführliche Infos über die ausgelaufene Regelung, die jetzt geltende gesetzliche Regelung und die Vorstellungen der Arbeitgeber auf unserer Unterseite


Die neue DRUCK+PAPIER steht online (23.02.2010)

Die erste Ausgabe in diesem Jahr der ver.di-Branchenzeitung DRUCK+PAPIER steht jetzt online. ver.di-Mitglieder erhalten sie wieder als gedruckte Fassung als Einlage zur Mitgliederzeitung PUBLIK. Die Themen dieser Ausgabe u.a.:

  • ver.di-Projekt in der Papierverarbeitung soll für mehr Mitglieder und Schlagkraft sorgen
  • Lohnrunde 2010 in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Vorbereitung
  • Löhne der Zeitungszusteller werden weiter gedrückt
  • Ippen schikaniert Betriebsräte und Belegschaften
  • Krisenmanagement auf Kosten der Beschäftigten im Tiefdruck
  • Gewerkschaftsfusion in der Schweiz
  • Betriebsratswahlen

Direkter Link zur DRUCK+PAPIER


Offener Brief der Redaktion der Berliner Zeitung (18.02.2010)

Die Redaktion der Berliner Zeitung hatte die Auslagerung von Ressorts in eine Reporterfirma ab April bereits im Vorfeld kritisiert. Nach Bekanntgabe des Beschlusses Ende Januar hat sie sich zunächst im internen Gespräch mit der Chefredaktion und einem Vertreter des Publizistischen Beirats des Verlages abermals bemüht, einen Konsens über Strukturveränderungen und deren Ausgestaltung - etwa den Fortbestand einer tarifvertraglichen Absicherung für die Gesamtheit der Redakteure - zu erreichen. Leider haben diese Gespräche in wesentlichen Fragen keine Annäherung erbracht. Daraufhin haben der Redaktionsausschuss und der Betriebsrat einen Brief an die Verantwortlichen geschrieben, der jetzt veröffentlicht wurde.

Ausführliche Infos auf der ver.di-Internetseite zu DuMont Schauberg


Presse-Grossisten gehen in Revision (17.02.2010)

Die Heinz-Ulrich Grade KG und die Hinrich Mügge KG werden vor dem Kartellsenat des Bundesgerichtshofes Revision gegen die Urteile der Oberlandesgerichte Schleswig vom 28.01.2010 und Celle vom 11.02.2010 einlegen, teilte der Bundesverband der Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten mit. Die zur Bauer Media Group gehörende Bauer Vertriebs KG hatte die Auslieferung seiner Objekte gegenüber Grade und Mügge ohne Angaben von Gründen gekündigt. Die erstinstanzlichen Landgerichte, Kiel und Hannover, hatten übereinstimmend entschieden, dass die Kündigungen der Bauer Vertriebs KG kartellrechtswidrig sind. Der Verlag wurde zur ausschließlichen Weiterbelieferung der Vollsortimentsgrossisten Grade und Mügge verurteilt. Die Oberlandesgerichte hoben die Urteile der Erstinstanzen auf. Beide Senate ließen aufgrund der „grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache“ die Revision zu.

Weitere Infos auf der Internetseite des Bundesverbandes


Tarifgespräch mit der schlott gruppe AG 12.2.2010

Vorstand erklärt: Wir werden Verträge einhalten!

Am Freitag, 12.02.2010 hat in Nürnberg ein weiteres Tarifgespräch zwischen dem Vorstand der schlott gruppe AG und ver.di stattgefunden.

Tarifkommission bestand auf die Einhaltung der  geltenden Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung!  
Vorstand verlangt Lockerung!

ver.di hat weitere Gespräche und Verhandlungen mit dem Vorstand der schlott gruppe davon abhängig gemacht, dass sich die Arbeitgeberseite an die geltenden Verträge zur Beschäftigungssicherung hält. Dazu hat der schlott Vorstand erklärt, dass sie sich daran halten werden, aber von verdi erwarten die Beschäftigungssicherung für Belegschaftsteile zu revidieren. 

Ausführliche Infos auf unserer ver.di-Internetseite zu schlott


Gewerkschaftsmitglieder bei der MOZ Redaktion fordern Tarifverhandlungen (11.02.2010)

Die in den Gewerkschaften ver.di und DJV organisierten Redaktionsmitglieder der „Märkischen Oder-Zeitung“ (MOZ) haben die Geschäftsführung zu Haustarifverhandlungen aufgefordert. Eine Versammlung, die am gestrigen Mittwochabend in Fürstenwalde stattfand, verabschiedete eine entsprechende Resolution. Die Gewerkschaftsmitglieder reagieren damit auf die Aufforderung der Geschäftsführung der MOZ Redaktion GmbH, an die mehr als 100 Beschäftigten, in individuellen Erklärungen auf Urlaubstage, Urlaubsgeld und Zahlungen des Arbeitgebers in die Altersversorgung beim Versorgungswerk der Presse zu verzichten.

Ausführliche Infos auf unserer Unterseite


ver.di-Baden-Württemberg: MediaMaker Newsletter 1/2010 (11.02.2010)

Die erste Ausgabe 2010 des MediaMaker steht online. MediaMaker ist das Organ der Fachgruppe Medien in Baden-Württemberg. Thema ist u.a. der Jahresabschluss 2008 der NPG (Neue Pressegesellschaft mbH Goeppingen), die sich trotz stagnierendem Jahresumsatz über einen gestiegenen Gewinn freuen durfte.

Link zum MediaMaker


NEUES Seminarangebot (10.02.2010)

Seminar für Betriebsratsmitglieder aus sogenannten Mischbetrieben - Betrieben bzw. Betriebsteilen der Endfertigung von Druckprodukten im Tarifbereich Papierverarbeitung

Thema: Schwerpunkte künftiger Betriebsratsarbeit in der Druckindustrie im Zeichen der Branchenkrise zu Beginn der neuen Wahlperiode

Zeit: 18. bis 23. April 2010

Ort: ver.di-Institut für Bildung, Medien und Kunst Lage-Hörste

Inhalt: Unternehmensstrategien zu Krisenbewältigung, Handlungsmöglichkeiten der Betriebsräte, Aufgaben des Betriebsrates, Rechtsgrundlagen, betriebliche Arbeitszeitpolitik u.a.


Ingolstadt: ver.di lädt die Beschäftigten der Druck Pruskil GmbH zur Infoveranstaltung ein (10.02.2010)

Die Gewerkschaft ver.di lädt alle Beschäftigten der Druck Pruskil GmbH in Gaimersheim zu einer Versammlung ein. Anlass ist die geplante Ausgliederung des gesamten Personalstamms in eine neu zu gründende Opera GmbH.

Die Versammlung findet statt am Samstag, 20.2.2010, 11 Uhr, Gaststätte Schreberhäusl, Stauffenbergstr. 10, Ingolstadt.

Weitere Informationen auf der Internetseite von ver.di-Bayern

 


SWMH: Verdacht auf Steuerhinterziehung (08.02.2010)

Nach einem Bericht des „Spiegel“ hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Januar Räume des Pressehauses Stuttgart („Stuttgarter Zeitung“, „Stuttgarter Nachrichten“), aber auch Privaträume durchsucht. Hintergrund ist eine Selbstanzeige eines ehemaligen Abteilungsleiters. Bei der Druckerei des Pressehauses, das zum Medienkonzern SWMH gehört, sollen Mitarbeiter Überstunden als Wochenenddienste abgerechnet haben, um Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Laut „Spiegel“ wird nicht mehr nur gegen zwei ehemalige Mitarbeiter, sondern auch gegen eine angestellte Führungskraft ermittelt.


Ostsee-Zeitung strukturiert Anzeigenbereich um (08.02.2010)

Nach dem Willen der Geschäftsleitung sollen die Anzeigenbereiche der „Ostsee-Zeitung“ und der „Lübecker Nachrichten“ künftig eng kooperieren. An beiden Standorten werden eigene Verkaufsteams gebildet. Die Betriebsräte wurden darüber informiert, dass auf Ausgliederungen und Kündigungen verzichtet wird. Allerdings soll die Arbeitszeit auf 30 Stunden ohne Lohnausgleich reduziert und das Weihnachts- und Urlaubsgeld halbiert werden.

Ausführliche Infos auf der Internetseite von ver.di-Nord


ver.di-Hessen: Forderung für die Tarifrunde Papierverarbeitung (07.02.2010)

Alle Betrieben aus dem ver.di-Landesbezirk Hessen aus der Papierverarbeitung waren gut vertreten. Die Stimmung war kämpferisch und die Mitglieder waren sich einig: Wir fordern 5 bis 6 Prozent in der Tarifrunde!

Infos zur Tarifrunde auf unserer Unterseite


Protest der Bauer-Belegschaft in Köln.

Foto: Jürgen Seidel

bauer druck Köln: Beschäftigten demonstrieren in Köln (04.02.2010)

Für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und für einen Sozialtarifvertrag demonstrieren heute die Beschäftigten von bauer druck Köln in der Domstadt auf dem Heumarkt. Zum 30. Juni soll der Betrieb geschlossen werden. Dadurch sind 380 Beschäftigte vom Verlust ihres Arbeitsplatzes und ihre Familien in ihrer Existenz bedroht. Bereits im Jahr 2005 fand bei bauer druck Köln eine Teilschließung statt, bei der vier von neun Tiefdruckrotationen stillgelegt wurden und 480 von 950 (ehemals 2.300) Beschäftigten ihre Arbeitsplätze verloren. Eine wesentliche Ursache für diese Teilschließung war die Errichtung einer zweiten Tiefdruckerei der "Bauer Media Group"  in Polen. Auf massiven Druck von ver.di fanden damals Verhandlungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung statt. Im Ergebnis dieser Verhandlungen wurden "Eckpunkte einer Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung bei bauer druck Köln" vereinbart, die zu einer deutlichen Kostensenkung und zur Halbierung des Personalabbaus geführt hätten. Dass diese Eckpunkte nicht zur Umsetzung kamen, lag am Verleger Heinz Bauer, der seine Zustimmung verweigerte.


ver.di fordert Einhaltung der Beschäftigungssicherungsverträge bei der Schlott AG (03.02.2010)

Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, kritisiert den Plan des Vorstandes der Schlott AG, trotz bestehenden Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung weitere 180 Arbeitsplätze abzubauen und dabei auch betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen, als „Ankündigung eines Vertragsbruches“.
Die Schlott AG, der zweitgrößte deutsche und europäische Druckkonzern, habe im vergangenen Oktober mit ver.di einen Tarifvertrag abgeschlossen, in dem die Beschäftigten weitreichendem Einkommensverzicht zugestimmt hatten, um so die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Im Gegenzug seien betriebsbedingte Kündigungen für die kommende Zeit ausgeschlossen worden.
„Schlott hat das Geld einkassiert und will jetzt dennoch Beschäftigte rausschmeißen. Entweder will der Vorstand provozieren oder er ist orientierungslos“, bewertet Werneke das Vorgehen. ver.di und die Belegschaft hätten die Ankündigung lediglich über die Medien erfahren.
„Verträge gelten, und sie gelten auch für die Schlott AG“ erklärte der Gewerkschafter. ver.di werde auf der Einhaltung der vom Unternehmen vertraglich zugesicherten Beschäftigungssicherung bestehen und alle möglichen Maßnahmen nutzen, um dieses durchzusetzen.


broschek will in Hamburg und Lübeck Tarifbruch provisieren - mit ver.di ist das nicht zu machen (03.02.2010)

Nach Informationen von ver.di hat der Vorstandsvorsitzender der schlott gruppe, Bernd Rose, auf einer Mitarbeiterversammlung in Hamburg am 2.2.2010 erklärt, dass sie am Standort 22 Arbeitsplätze abbauen wollen. Bei broschek in Lübeck sollen 8 Arbeitsplätze abgebaut werden. Konzernweit geht es um 220 Stellen. ver.di: Es gibt einen Konzerntarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Was hier versucht werden soll, ist Rechtsbruch. "Der Vorstand hat das Unternehmen durch seine Finanzstrategie an den Rand der Handlungsunfähigkeit geführt. Jetzt einen zweiten Nachschlag bei den Arbeitnehmern zu kassieren, wird mit uns nicht möglich sein. Der Vorstand sollte seine Konsequenzen ziehen. Die Arbeitnehmer sind nicht Schuld an der Lage des Unternehmens," empört sich Holger Artus, ver.di-Landesbezirksfachbereichsvorsitzender für Hamburg und Nord.

Link zur ver.di-Internetseite zu schlott


schlott gruppe: Wieder Entlassungen angekündigt (02.02.2010)
schlott gruppe provoziert ver.di

Die schlott gruppe will trotz tariflichem Kündigungsschutz 89 Kolleginnen und Kollegen bei schlott in Freudenstadt unter anderem durch Entlassungen abbauen. Die Geschäftsführung der schlott GmbH hat den Betriebsrat zu Interessenausgleichsverhandlungen aufgefordert.
 
Das ist eine Provokation und wäre glatter Tarifbruch!  
Die Tarifverträge vom letzten Jahr gelten!
ver.di verurteilt das Vorgehen des Vorstandes von schlott und fordert ihn auf, die Ankündigungen auf Entlassungen in Freudenstadt und Aufforderung zu Verhandlungen mit dem Betriebsrat darüber zurückzunehmen sowie solche Ankündigungen bezogen auf andere schlott Betriebe zu unterlassen.
ver.di wird anderenfalls alle juristischen und gewerkschaftlichen Mittel einsetzen, um diesen Tarifbruch bei der schlott gruppe zu unterbinden.

Ausführliche Informationen auf unserer Unterseite zu schlott